Reverse Engineering ist ein Prozess, bei dem reale Objekte untersucht werden, indem sie in eine virtuelle Realität übertragen werden – dazu werden verschiedene Methoden mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad eingesetzt. Die derzeit am häufigsten verwendete Technik ist das 3D-Scannen mit spezieller CAD-Software, mit der ein universelles Modell erstellt werden kann. Reverse Engineering ist ein wirksames Mittel zur Einführung innovativer Lösungen, daher beschreiben wir kurz, worum es dabei geht und wie es angewendet wird.
Was ist Reverse Engineering?
Reverse Engineering (auch Rückentwicklung genannt) ermöglicht die Erstellung eines dreidimensionalen Modells eines realen Objekts (z. B. von Bauteilen), wodurch notwendige und präzise Daten über dieses Objekt gewonnen werden können. Dies ist keine moderne Erfindung – das bekannteste historische Beispiel für Reverse Engineering ist die Entwicklung des sowjetischen Flugzeugs Tu-4, das eine originalgetreue Kopie der amerikanischen Boeing B-29 war. Heutzutage basiert Reverse Engineering auf der Verwendung von 3D-Scanning, wodurch präzise Messungen von großformatigen Konstruktionen und wesentlich kleineren Objekten möglich sind.
Wie funktioniert das? Die zu scannenden Teile werden mit einem Mattierungsmittel bedeckt, das Störungen verhindert und das Scannen von Glas- und transparenten Elementen ermöglicht. Für ein gutes Ergebnis muss eine Reihe von Scans durchgeführt werden, die anschließend miteinander kombiniert werden, um ein vollständiges Bild zu erhalten. Anhand der gesammelten Daten wird mit Hilfe einer speziellen CAD-Software ein digitales Objekt erstellt, das anschließend modifiziert werden kann.
Reverse Engineering – Vorteile und Anwendung
Reverse Engineering ermöglicht die Entwicklung innovativer Lösungen, die die Arbeit erleichtern und die Konstruktion von Formen und Matrizen ermöglichen, die an bereits vorhandene Komponenten angepasst sind. Darüber hinaus ermöglicht es die kontrollierte Modifizierung eines Objekts durch Änderungen innerhalb der Struktur und die Prüfung der Festigkeit einzelner Teile. Vor allem aber spart Reverse Engineering Zeit und Geld, die das Unternehmen in die Weiterentwicklung seiner Geschäftstätigkeit investieren kann. Durch die Verwendung eines der Grundmodelle (oberflächlich, parametrisch oder hybrid) können in kurzer Zeit Aktualisierungen an realen Objekten vorgenommen oder präzise, auf ein bestimmtes Produkt zugeschnittene Werkzeuge entwickelt werden.
Derzeit wird Reverse Engineering in folgenden Branchen eingesetzt:
- Automobilindustrie,
- Luftfahrt,
- Medizin,
- Energiewirtschaft,
- Archäologie,
- Architektur
- und Unterhaltung.
Dank Reverse Engineering ist es möglich, Elemente ohne vollständige technische Dokumentation zu reproduzieren und komplexe Implantate herzustellen, die in der Medizin unverzichtbar sind. 3D-Scanning wird auch zur Analyse von Produkten konkurrierender Unternehmen eingesetzt, wodurch das Angebot an den aktuellen Marktbedarf angepasst werden kann.
Der Werkzeugbau RL CNC ist ein professioneller Zerspanungsbetrieb, der durch Reverse Engineering unterstützt wird, wodurch Aufträge entsprechend optimiert und mit höchster Präzision ausgeführt werden.



