Die Sicherheitsanweisungen für CNC-Werkzeugmaschinen müssen jederzeit sichtbar sein und eingehalten werden. Die Arbeit mit CNC-Maschinen erfordert die Einhaltung besonderer Sicherheitsbedingungen und Vorsichtsmaßnahmen sowie das Tragen geeigneter Schutzkleidung. Dies gewährleistet, dass die Mitarbeiter ihre Aufgaben sicher ausführen können, ohne ihr Leben oder ihre Gesundheit zu gefährden. Die Gewährleistung angemessener Sicherheits- und Gesundheitsbedingungen am Arbeitsplatz gehört zu den Pflichten des Arbeitgebers. Im Folgenden stellen wir Ihnen dar, wie dies bei der Arbeit mit CNC-Maschinen aussieht.
Was sind CNC-Maschinen?
CNC-Maschinen (Computerized Numerical Control) sind moderne, computergesteuerte Werkzeugmaschinen. Diese Art von numerischen Geräten wird gerne in der Industrie eingesetzt, wobei Dreh- und Fräsmaschinen am beliebtesten sind. Die Automatisierung der Arbeit ermöglicht die schnelle Herstellung einer großen Anzahl identischer Teile, was mit menschlicher Arbeitskraft allein nicht möglich wäre.
Zu den CNC-Maschinen gehören:
- ein Datenträger, der Steuerungsinformationen enthält,
- ein Antrieb
- ein Datenwandler, der für die Verarbeitung der Daten zuständig ist.
Mit ihrer Hilfe ist die CNC-Bearbeitung vieler Materialien möglich, z. B. die Bearbeitung von Metallen, Holz oder Kunststoffen. Drehen oder Fräsen mit CNC sind die in der Fertigung am häufigsten anzutreffenden Verfahren.
Sicherheit bei der Arbeit mit CNC-Maschinen. Grundsätze
Wie sollte der Arbeitgeber die Sicherheit der Mitarbeiter gewährleisten, die CNC-Werkzeugmaschinen bedienen? Arbeitssicherheit ist sehr wichtig, aber in erster Linie muss sichergestellt werden, dass die Maschinen über alle erforderlichen Zertifikate verfügen, entsprechende Tests durchlaufen haben und aus zuverlässigen Quellen bezogen wurden. Obligatorisch sind auch regelmäßige Inspektionen, bei denen die Leistungsfähigkeit und die ordnungsgemäße Funktion überprüft werden. Bei Zweifeln hinsichtlich der ordnungsgemäßen Funktion der Maschine ist außerdem eine sofortige Unterbrechung der Arbeit anzuordnen. Eine CNC-Maschine darf die sie bedienenden Mitarbeiter nicht der Gefahr von Verletzungen, dem Einfluss gefährlicher Chemikalien, Stromschlägen, Strahlung oder starkem Lärm aussetzen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die angemessene Vorbereitung der Bediener von CNC-Maschinen, die über entsprechende Fachkenntnisse verfügen müssen. Ein weiterer Schritt vor der Arbeit mit CNC-Werkzeugmaschinen ist eine gründliche Schulung, bei der die Bedienungsanleitung und die grundlegenden Arbeitsschutzvorschriften gründlich vermittelt werden. Der Arbeitgeber sollte seine Mitarbeiter auch für alle Abweichungen vom normalen Betrieb der Geräte und mögliche Störungen sensibilisieren. Die Arbeitsschutzanweisungen für CNC-Fräs- oder Drehmaschinen sollten immer an einer gut sichtbaren Stelle an jeder Maschine ausgehängt sein.
Schutzkleidung bei der Arbeit mit CNC-Werkzeugmaschinen
Der Gehörschutz der Bediener ist unerlässlich. CNC-Werkzeugmaschinen können sehr laut sein, und selbst wenn sie es nicht sind, geben sie gleichmäßige hohe Töne ab, für die das menschliche Ohr nicht geeignet ist. Hörprobleme oder sogar Hörverlust sind die häufigsten Berufskrankheiten im industriellen Bereich. Um diese zu vermeiden, wird das Tragen von speziellen Gehörschutzkapseln empfohlen, wenn eine Beseitigung oder Kontrolle des Lärms nicht möglich ist. Außerdem ist während der Arbeit eine Schutzbrille erforderlich.
Was die Arbeitskleidung betrifft, gibt es keine besonderen Anforderungen. Sie muss nur richtig ausgewählt und an die Bedingungen in der Produktionshalle angepasst sein. Gut geeignet sind Arbeitshosen mit Hosenträgern, T-Shirts, Fleecejacken und Arbeitsschuhe.
Sicherheitshinweise für CNC-Werkzeugmaschinen
Nachfolgend finden Sie ein Beispiel für Sicherheitshinweise, die für die Bedienung von Fräs- oder Drehmaschinen gelten.
1. Voraussetzungen für die Zulassung eines Mitarbeiters zur Arbeit:
- Die Maschine darf nur von autorisiertem und geschultem Personal bedient werden.
- Das Bedienpersonal muss mit der technischen und Betriebsdokumentation der Maschine vertraut sein und diese verstanden haben.
2. Maßnahmen vor Arbeitsbeginn:
- Überprüfen Sie den allgemeinen technischen Zustand der Werkzeugmaschine.
- Überprüfen Sie vor dem Einschalten der Maschine die Füllstände der Maschine und füllen Sie gegebenenfalls fehlende Flüssigkeiten nach.
- Überprüfen Sie die Maschine auf Undichtigkeiten und beseitigen Sie deren Ursache.
3. Regeln und Methoden für die sichere Ausführung der Arbeit
Es ist verboten:
- die Maschine mit offenem Haar zu bedienen,
- mit der Hand oder einem Gegenstand in den Bereich beweglicher Maschinenteile oder rotierender Teile der Werkstückhalterung zu greifen oder diese zu manipulieren,
- die Sicherheitseinrichtungen, z. B. Sicherheitsendschalter, Verriegelungen, Schutzvorrichtungen, zu verändern oder außer Betrieb zu setzen,
- Warn- und Hinweisschilder zu übermalen oder zu entfernen,
- Änderungen an der Software programmierbarer Steuerungen vornehmen,
- Geräte verwenden, die elektromagnetische Wellen erzeugen (z. B. Elektroschweißgeräte), in einem Abstand von weniger als 2 m zur Maschine,
- die Maschine mit einer beschädigten Schutzscheibe aus PW (Polycarbonat) verwenden,
- Betreiben der Maschine mit beschädigten Fensterscheiben in der Kabine,
- Einnahme von Medikamenten, die die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen oder die Reaktionszeit verlängern,
- Durchführung von Schweißarbeiten an der Maschine,
- Betreten des Maschinenraums.
Es ist vorgeschrieben:
- dass der Maschinenbediener seinem Vorgesetzten Änderungen an der Maschine meldet,
- dass die Arbeit sofort eingestellt wird, wenn eine Beschädigung der Maschine festgestellt wird.
4. Maßnahmen nach Beendigung der Arbeit
Sicherstellung der Sauberkeit des Arbeitsplatzes rund um die Maschine.
Die Einhaltung der beschriebenen Regeln und die Befolgung der Arbeitsschutzanweisungen für CNC-Werkzeugmaschinen durch die Mitarbeiter gewährleisten die Sicherheit bei der Arbeit mit CNC-Maschinen.



